P1090612Ein Zeichentrickfilm nach dem Aufwachen, damit die Eltern noch ein bisschen schlafen können ... Die digitale Zahnbürste playbrush kontrolliert, ob die Zähne gründlich geputzt wurden ... Im Wartezimmer beim Kinderarzt darf auf Mamas Smartphone gespielt werden ... Und zum Einschlafen wird nach dem Sandmännchen noch ein bisschen in der Bilderbuch-App „geblättert“ ...

Erste Medienerfahrungen werden zuhause gesammelt, Mediennutzungsstile entwickeln sich im familiären Kontext. Eltern haben eine wichtige Vorbildfunktion gerade auch im Hinblick auf Mediennutzung, und diese müssen sie sich bewusst machen. Die Kita als alltäglicher Ort der Begegnung ermöglicht es, auch die Eltern zu erreichen, die ansonsten medienpädagogische Beratungsangebote nicht wahrnehmen würden.

Hier finden Sie Tipps und Informationen zur Zusammenarbeit mit Eltern.

 

P1090612Ein Zeichentrickfilm nach dem Aufwachen, damit die Eltern noch ein bisschen schlafen können ... Die digitale Zahnbürste playbrush kontrolliert, ob die Zähne gründlich geputzt wurden ... Im Wartezimmer beim Kinderarzt darf auf Mamas Smartphone gespielt werden ... Und zum Einschlafen wird nach dem Sandmännchen noch ein bisschen in der Bilderbuch-App „geblättert“ ...

Erste Medienerfahrungen werden zuhause gesammelt, Mediennutzungsstile entwickeln sich im familiären Kontext. Eltern haben eine wichtige Vorbildfunktion gerade auch im Hinblick auf Mediennutzung, und diese müssen sie sich bewusst machen. Die Kita als alltäglicher Ort der Begegnung ermöglicht es, auch die Eltern zu erreichen, die ansonsten medienpädagogische Beratungsangebote nicht wahrnehmen würden.

Hier finden Sie Tipps und Informationen zur Zusammenarbeit mit Eltern.

 

Terminwahl, Vorbereitung, Einladung, Fragenbox, Vorbereitung

Viele Eltern sind berufstätig, haben einen vollen Terminkalender, müssen sich für Kitatermine „freischaufeln“ und sind abends erledigt vom Tag. Planen Sie die Veranstaltung also möglichst nicht länger als 2 Stunden und möglichst nicht konkurrierend mit lokalen Festivitäten, wichtigen Sportereignissen oder am Abend vor einem langen Wochenende. Viele Eltern wissen auch ein Angebot am Nachmittag zu schätzen, bei dem die Kinder noch in der Kita bleiben und dort betreut werden.

Einladung TV PC und CoWecken Sie mit einer ansprechenden Einladung das Interesse der Eltern und vermeiden Sie den pädagogischen Zeigefinger, denn ein schlechtes Gewissen haben viele Eltern oft sowieso schon, weil nicht wenige von ihnen Medien auch als Babysitter nutzen. Lassen Sie z.B. die Kinder ihre Lieblingsmedienfiguren malen und gestalten Sie daraus eine Einladung. Die Eltern dürfen dann später raten, wer gemalt wurde. Ein Beispiel, das Sie auch verwenden können, finden Sie hier:

www.blickwechsel.org/images/angebote/Elternabende/Einladung_TV_PC__Co_blanco.pdf

Hier finden Sie weitere Tipps zur Gestaltung der Einladung:

www.elternundmedien.de/fileadmin/elternundmedien/user_upload/Downloads_Veranstalter/einladung_gestalten.pdf

Klären Sie im Vorfeld, welche Fragen und Themen die Eltern besonders bewegen. Hängen Sie z.B. zusammen mit der Einladung einen Fragenzettel oder eine Fragenbox aus.

Bestellen Sie Broschüren zum Thema, damit die Eltern die wichtigsten Infos auch mit nach Hause nehmen können. Auf www.blickwechsel.org/medienpaedagogik/buecher-broschueren/broschueren finden Sie eine Zusammenstellung von (überwiegend kostenlosen) Broschüren mit den Bezugsadressen.

Hier finden Sie Vorlagen, Leitfäden, Merkzettel und Checklisten für die Zusammenarbeit mit Eltern:
www.kindergesundheit-info.de/fuer-fachkraefte/praxis-wissen/zusammenarbeit-mit-eltern/arbeitsmaterialien

Einstieg / Input / Kurzreferat


begrüßung heldenleineNach einem aktivierenden Einstieg (Methodenbeispiele finden Sie z.B. Methodenpool zur Elternarbeit im "Werkstattbuch Medienerziehung" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) sollten die Eltern je nach konkretem Thema der Veranstaltung grundlegende Informationen erhalten. Beim Thema Kinder und Fernsehen – Fernsehen ist noch immer das Leitmedium von Kindergartenkindern – wären das z.B. die Rolle von Medien in der kindlichen Entwicklung, Besonderheiten der kindlichen Wahrnehmung, Motive der Mediennutzung und die Auseinandersetzung mit der Frage nach den Wirkungen von Medieninhalten.

Planen Sie den Input bei einer rund 2-stündigen Veranstaltung möglichst nicht länger als 15 bis maximal 30 Minuten, damit ausreichend Zeit für Austausch und Diskussion bleibt. Visualisieren Sie die Inhalte durch eine Präsentation oder Filmbeispiele und beziehen Sie die Teilnehmer/-innen durch Fragen und kreative Methoden wie Rollenspiel zu Erziehungssituationen, App-Test oder Filmanalyse oder mit ein. Gucken Sie z.B. einen kurzen Ausschnitt aus einer beliebten Kinderserie und überlegen Sie gemeinsam, was Kindern daran gefällt, welche Themen da drin stecken könnten. Daraus können dann auch zusammen Kriterien für gute Kindersendungen entwickelt werden. Hier finden Sie eine übersichtliche Zusammenstellung rund um das Thema „Wie Kinder fernsehen“: www.lfm-nrw.de/fileadmin/kita-nrw/user_upload/download/oktober14/MKS_Newsletter_10-2014.pdf

Tipp: Detaillierte Ablaufpläne für Elternabende finden Sie in der Publikation von Eder / Lauffer / Michaelis (Hrsg.): „Bleiben Sie dran!“ (in Teil 4, ab S. 174; kostenloser Download).

Hier finden Sie Materialien für die Zusammenarbeit mit Eltern, z.B. eine Präsentation für den Informationsteil: www.schau-hin.info/service/elternarbeit.html

Diskussion / Abschluss / Verabschiedung

Geben Sie nach dem kurzen Input und einer aktivierenden Phase z.B. mit Filmanalyse oder kurzen App-Tests die Möglichkeit zum Austausch und Raum für Fragen.

Achten Sie darauf, die Eltern nicht zu belehren oder ihnen zu sagen, wie die familiäre Medienerziehung „richtig“ funktioniert, sondern regen Sie eine gemeinsame produktive Auseinandersetzung an. Es gibt keine Patentrezepte! Eltern sollten ein Verständnis dafür entwickeln, das Medien kein Mittel zur Belohnung oder Bestrafung sind und nicht als Babysitter genutzt werden sollten.

Hier finden Sie Antworten zu den häufigsten Elternfragen von Kindergarten- und Grundschulkindern:
www.schau-hin.info/medien/tv-film/elternfragen/3-6-jahre.html
www.schau-hin.info/medien/tv-film/elternfragen/7-10-jahre.html

Überlegen Sie gemeinsam, wie problematische Situationen aufgelöst und Vereinbarungen getroffen werden können. Stellen Sie den Eltern den Mediennutzungsvertrag (www.mediennutzungsvertrag.de) vor und geben Sie ihnen hilfreiche Materialien und Surftipps mit nach Hause.

Zum Weiterlesen ...

INHALTE / AUFBAU

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.) (2016):
Werkstattbuch Medienerziehung. Zusammenarbeit mit Eltern – in Theorie und Praxis. Köln.
Download: www.gmk-net.de/fileadmin/pdf/Materialien-Artikel/werkstattbuch2016.pdf

www.flimmo-fachportal.de/index.php?page=2&statID=29&navID=151
Elternabend: Medien(-erziehung) zum Thema machen

www.klicksafe.de/service/elternarbeit/handreichungen-elternabende
Umfangreiche Informationen und Materialien zur Durchführung von Elternabenden zu verschiedenen Themen.

www.internet-abc.de/lehrkraefte/praxishilfen/elternarbeit
Das Internet-ABC zeigt die einzelnen Schritte zur Umsetzung eines Elternabends zum Thema "Kinder sicher im Netz" auf: von der Planung über die Durchführung bis hin zur Nachbereitung. Außerdem ist eine Zusammenstellung von Flyern und Broschüren des Internet-ABC zu finden. 

Eder, S. / Lauffer, J. / Michaelis, C. (Hrsg.) (1999): „Bleiben Sie dran!“
Medienpädagogische Zusammenarbeit mit Eltern. Ein Handbuch für MultiplikatorInnen.
Kostenloser Download (PDF)

INFOMATERIALIEN FÜR ELTERN

www.blickwechsel.org/medienpaedagogik/buecher-broschueren/broschueren
eine Zusammenstellung von Broschüren / Informationsmaterialien rund um das Thema „Medien in der Familie“

www.blickwechsel.org/medienpaedagogik/surftipps/fuer-eltern
eine Zusammenstellung von informativen Webseiten rund um das Thema „Medien in der Familie“ für Eltern

www.mediennutzungsvertrag.de
Gemeinsames Angebot der EU-Initiative klicksafe und des Vereins Internet-ABC, das Familien dabei unterstützen will, gemeinsam Regeln zu besprechen und verbindlich festzuhalten.

Stiftung Medienpädagogik Bayern: Vorschulkinder und ihre Medien. Informationen, Anregungen und Erziehungstipps für Eltern. Download: www.stiftung-medienpaedagogik-bayern.de/dateien/MedPaed-Brosch-Vorschul_Gesamt.pdf
Weitere medienpädagogische Materialien der Stiftung z.B. zu Werbung, Apps oder digitalen Spielen finden Sie hier: www.stiftung-medienpaedagogik-bayern.de/?MAIN_ID=21