Medienprojekte in Kindergarten und Hort

Medienprojekte in Kindergarten und Hort

Niedersachsen: Ein berufsbegleitendes, medienpädagogisches Fortbildungsangebot für Erzieher*innen

Wie gehen Erzieher*innen am besten mit Medienerfahrungen von Kindern um?

Der Gameboy als alltäglicher Begleiter der Kinder, die Pokémon-Sammelkarten, die heimlich getauscht werden, von Dragonball oder Digimon inspirierte Rollenspiele und nicht zuletzt die Tigerente als Namenspatin für die Kitagruppe… – Medienfiguren und medienbezogene Spiele und Gespräche gehören zum Alltag im Kindergarten. Doch wie sollen ErzieherInnen mit diesen Medienerfahrungen der Kinder umgehen? Verbieten? Ignorieren? Sanktionieren? Oder aufgreifen? Aber wie?

Medien spielen in der kindlichen Entwicklung eine immer bedeutendere Rolle, und der Kindergarten kann ein geeigneter Ort für eine spielerische Bearbeitung und Begleitung der kindlichen Medienerfahrungen sein. Die Kinder stehen solchen medienpädagogischen Angeboten begeistert gegenüber: „Mir hat es viel Spaß gemacht, mal selbst einen Trickfilm zu drehen!“, „Wir haben jetzt einen Computer, das finde ich voll cool!“. Und die ErzieherInnen? „Ich würde das immer wieder machen, es ist einfach toll zu sehen, welche kreativen Potenziale und Fertigkeiten die Kinder im Umgang mit Medien entwickeln!“

Diese berufsbegleitende Fortbildung führte der Blickwechsel e.V. seit 1996 in Niedersachsen durch. Im Herbst 2003 startete der letzte Durchlauf in den fünf niedersächsischen Orten Cuxhaven, Otterndorf, Uelzen, Hameln und Oldenburg. In jeder dieser Städte wurde ein 2tägiges Grundlagenseminar (Herbst 2003) und ein 5tägiges Praxisseminar (Frühjahr 2004) durchgeführt. Technische Schwerpunkte waren wahlweise Video, Computer oder Fotografie sowie die Umsetzung in einem medienpädagogischen Projekt. Eine 2tägige Abschlussveranstaltung (Herbst 2004) rundet das Fortbildungsmodell ab.
Die Sockelfinanzierung der Fortbildung übernahm – wie bereits in den Jahren zuvor – die niedersächsische Landesmedienanstalt (www.nlm.de). Die Teilnahmegebühr für das gesamte Modell betrug 180,- Euro.