Zeit und Zuwendung sind die besten „Apps“
Beim Einschlafen, Essen, Wickeln, Zähne putzen oder wenn Babys weinen: Nähe, Körperkontakt und unsere Begleitung sind die besten „Apps“, damit kleine Kinder lernen, ihre Gefühle zu verstehen.
Wenn Babys weinen, unsicher sind oder Nähe suchen, brauchen sie unsere Begleitung. So erleben Babys: „Wenn ich müde, überfordert oder traurig bin, hilft mir ein vertrauter Mensch, wieder zur Ruhe zu kommen.“ Dieser Prozess wird als Co‑Regulation bezeichnet: Ein Erwachsener hilft dem Kind, seine Gefühle zu sortieren und wieder zur Ruhe zu kommen – zum Beispiel durch Halten, Wiegen oder eine beruhigende Stimme. Durch viele solcher Erfahrungen entwickelt das Kind nach und nach eigene Strategien zur Selbstberuhigung, Frustrationstoleranz und zum Umgang mit Stress zu entwickeln.
Alltagsmomente wie Wickeln, Essen, Einschlafen oder Zähneputzen sind dabei wichtige Lernräume. Wenn in solchen Situationen häufig Medien eingesetzt werden, um zu beruhigen oder abzulenken, kann das dazu führen, dass Kinder weniger eigene Möglichkeiten zur Selbstberuhigung entwickeln und dass sie ihre Grundbedürfnisse wie Hunger, Durst, Müdigkeit nicht richtig wahrnehmen. Aufmerksamkeit, Zuwendung, feinfühlige Reaktion auf die Bedürfnisse des Kindes sind zentrale Grundlage für die emotionale Entwicklung von Kindern.
Zum Weiterlesen:
https://www.kindergesundheit-info.de/themen/spielen/alltagstipps/1-3-jahre/ruhe-finden
https://www.familienhandbuch.de/unterstuetzungsangebote/beratung/fruehehilfenfuereltern.php
Medienerziehung für Kleinkinder – Tipps für einen sicher… – FAMILIENPORTAL.NRW
Bindungsfilme – Staatsinstitut für Frühpädagogik und Medienkompetenz (IFP)




