Bildschirme sind keine Babysitter

Bildschirme sind keine Babysitter

Junge Kinder sollten Medien nicht alleine nutzen. Bildschirme sind nicht geeignet zum Beruhigen, als Belohnung oder Strafe. Und falls im Alltag doch mal ausnahmsweise eine Beschäftigung nötig ist: Dann unbedingt nur altersgerecht ausgewählt, kurz , ruhig und möglichst schon bekannter Inhalt.

Wenn Bildschirme regelmäßig zum Beruhigen, Ablenken, Belohnen oder Bestrafen eingesetzt werden, kann sich ein Muster entwickeln: Kinder lernen dann, Frust, Langeweile oder Ärger vor allem über Medien zu regulieren. Studien zeigen, dass hohe und unbegleitete Bildschirmzeiten bei sehr jungen Kindern mit Schlafproblemen, Stress und mehr Konflikten verbunden sein können – besonders dann, wenn Medien vor allem in schwierigen Situationen genutzt werden.

Belohnungs‑ oder Bestrafungsmuster („Wenn du ruhig bist, gibt es Handy“, „Wenn du nicht hörst, ist das Tablet weg“) können diese Verknüpfung zusätzlich verstärken und das Verlangen nach Medien dauerhaft erhöhen. Medien sollten kein Erziehungsmittel sein, sondern bewusst geplante, gemeinsame Erlebnisse. Dazu gehört auch eine sorgfältige Auswahl. Zufällige Inhalte auf Plattformen wie YouTube, TikTok & Co. sind für Kleinkinder meist ungeeignet.

Manchmal braucht jede Familie eine kurze Pause. Wenn dann ein Bildschirm genutzt wird, sollte die Nutzung kurz, kindgerecht und begleitet stattfinden: Erwachsene bleiben in Sichtweite, sind bei Bedarf ansprechbar wissen und was das Kind gerade am Bildschirm sieht oder hört.

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