5 10 opt.Spielzeug vieleBastelanleitung

Daumenkinos sind kleine „Bücher", die Geschichten durch eine Abfolge von Bildern erzählen. Im Englischen werden sie „Flipbooks" genannt. Auf jede Seite wird ein Bild gemalt, das sich nur ganz wenig von dem jeweils vorigen Bild unterscheidet.

So können z.B. einem Kopf Haare wachsen. Dadurch, dass man mit dem Daumen an der offenen Seite des Blocks „entlang flitscht", werden die einzelnen Bilder so schnell hintereinander sichtbar, dass eine Bewegungsillusion entsteht.

Ein Daumenkino funktioniert umso besser, je mehr Einzelbilder (wenigstens 16 wären gut) für eine Bewegung gemalt wurden. Auch hier gilt, die Veränderung des Motivs von Bild zu Bild möglichst minimal zu halten, da so der Bewegungsablauf beim Durchblättern geschmeidiger ist. Je größer die Veränderungen von Bild zu Bild sind, desto eher "springt" die Bewegung ruckartig.

Gruppengröße / Alter:
Ganze Gruppe / ab 5 Jahren

Zeit- und Raumbedarf:
1 – 2 Stunden
Gruppenraum mit Tischen und Stühlen

Man braucht:
ein fertiges Daumenkino zum Anschauen und Erklären,
für jedes Kind einen kleinen Block aus dickerem Papier (ca. 20 Seiten) oder kleine geschnittene Zettel (ca. 6 x 9 cm) aus etwas dickerem Papier, die später mit einer Klammer zusammengehalten werden, Bleistifte, Buntstifte, Filzstifte (schwarze zum Nachzeichnen), ggf. Klammern, Pauspapier (Blaupause)

5 10 opt.Spielzeug vieleBastelanleitung

Daumenkinos sind kleine „Bücher", die Geschichten durch eine Abfolge von Bildern erzählen. Im Englischen werden sie „Flipbooks" genannt. Auf jede Seite wird ein Bild gemalt, das sich nur ganz wenig von dem jeweils vorigen Bild unterscheidet.

So können z.B. einem Kopf Haare wachsen. Dadurch, dass man mit dem Daumen an der offenen Seite des Blocks „entlang flitscht", werden die einzelnen Bilder so schnell hintereinander sichtbar, dass eine Bewegungsillusion entsteht.

Ein Daumenkino funktioniert umso besser, je mehr Einzelbilder (wenigstens 16 wären gut) für eine Bewegung gemalt wurden. Auch hier gilt, die Veränderung des Motivs von Bild zu Bild möglichst minimal zu halten, da so der Bewegungsablauf beim Durchblättern geschmeidiger ist. Je größer die Veränderungen von Bild zu Bild sind, desto eher "springt" die Bewegung ruckartig.

Gruppengröße / Alter:
Ganze Gruppe / ab 5 Jahren

Zeit- und Raumbedarf:
1 – 2 Stunden
Gruppenraum mit Tischen und Stühlen

Man braucht:
ein fertiges Daumenkino zum Anschauen und Erklären,
für jedes Kind einen kleinen Block aus dickerem Papier (ca. 20 Seiten) oder kleine geschnittene Zettel (ca. 6 x 9 cm) aus etwas dickerem Papier, die später mit einer Klammer zusammengehalten werden, Bleistifte, Buntstifte, Filzstifte (schwarze zum Nachzeichnen), ggf. Klammern, Pauspapier (Blaupause)

So wird's gemacht:



An einem Maltisch nehmen die Kinder Platz. Nachdem alle das fertige Daumenkino angesehen haben, denkt sich jedes Kind eine eigene Geschichte aus, in der eine einfache Bewegung dargestellt wird.

Beispiel: Ein Fisch schwimmt von der gehefteten Seite (ab Mitte des Papierblocks) zur offenen. Die Schwimmstrecke von links nach rechts muss auf die Blätter des Blocks verteilt werden. Dabei darf der Fisch von Blatt zu Blatt, von Phase zur Phase, jeweils nur ein paar Millimeter weiter auf die nächste Position gemalt werden.

Für die jüngeren Kinder sollten Vorlagen bereitgehalten werden. Beispiel: Jedes Kind bekommt 20 kleine Blätter, auf denen jeweils ein Kreis abgebildet ist (dazu einen Kreis vorzeichnen und 20 Mal kopieren). In den Kreis malt das Kind z.B. ein Gesicht, an dem sich Bild für Bild etwas verändert. Wenn dem Männchen Haare wachsen sollen, müssen erst kurze Striche, dann immer längere gemalt werden. Oder: Der Kreis wird zu einer Blume, Seite für Seite kommt ein neues Blütenblatt hinzu.

Praktisch sind auch Blaupausen, damit müssen die Kinder die Figur nur einmal im Original zeichnen, anschließend kann durchgepaust werden.

Sind die Bilder fertig, müssen die Blätter am hinteren Ende getackert oder geklebt und mit einer festen Klammer oder Bindung zusammen gehalten werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Vorderkante eben ist: die Blätter werden so übereinander gelegt, dass die am Daumen entlang schnellende Kante bündig ist, sonst lassen sich die Blätter beim „Flitschen" nicht richtig greifen. Bei jüngeren Kindern ist es sehr hilfreich, die Pappseiten etwas versetzt übereinander zu tackern, das hilft ihnen bei späteren Blättern.

 

Text: Christiane Orywal

weiterlesen: Eder, Sabine / Orywal, Christiane / Roboom, Susanne (Hrsg.)
Pixel, Zoom und Mikrofon. Medienbildung in der Kita
Ein medienpraktisches Handbuch für Erzieher/-innen
NLM-Band 21 , 2008