schau hinDie häufigsten Fragen der CeBIT
beantwortet von Sabine Eder, Diplom Pädagogin

Ist Fernsehen schädlich für die kindliche Entwicklung?
Das Fernsehen kann — richtig genutzt — Kindern viele Anregungen zum Weltverständnis liefern, wenn aber das Fernsehen zur Hauptaktivität eines Kindes zählt, dann hat dies sicher negative Folgen für die kindliche Entwicklung. Schließlich eignen sich Kinder ihre Umwelt in erster Linie durch Begreifen, im Spiel und durch Ausprobieren an. Sitzt ein Kind ständig vor der Flimmerkiste, bleibt wenig Zeit um aktiv und mit allen Sinnen die Welt zu erkunden.

Zudem sollten Eltern darauf achten, dass Kinder ihre TV-Erlebnisse auch verarbeiten können. Sie sollten mit ihren Kindern über Gesehenes reden, hilfreich als Gesprächsanlass sind auch Zeichnungen die Kinder zu Filmszenen anfertigen können (Aufgabenstellung kann sein: Was mir besonders gefallen/missfallen hat!) Eltern sollten ihren Kindern auch die Möglichkeit lassen ihre Erlebnisse im Rollenspiele auszuagieren, da kommt es schon mal vor, dass sich SpongeBob oder Bibi Blocksberg im Wohnzimmer verirren! Für diese Bearbeitung muss Kindern übrigens genug Zeit eingeräumt werden. Kurz vor dem Zubettgehen sollten daher keine Filme angesehen werden, die Kinder in Unruhe versetzen. Kommt es doch einmal vor, muss dem Kind genug Zeit gegeben werden, die Sendung zu verdauen!

Denken Sie daran, dass Kinder Sendeinhalte anders verstehen als Erwachsene und dass jedes Kind sein eigenes Interpretationsmuster hat. Kinder können einen Krimi nicht abtun als Fiktion, die Inhalte belasten sie mitunter tagelang. Aber auch ein Kinderfilm kann Szenen enthalten, die ein Kind verängstigt. Daher sollten Kinder beim Fernsehen durch ihre Eltern begleitet werden und Eltern sollten den individuellen Entwicklungsstand ihres Kindes bei der Auswahl der Sendungen beachten. Kindergartenkinder sollten zudem in der Regel nicht länger als eine halbe Stunde am Stück fernsehen, da ihre Aufnahmekapazitäten und Wahrnehmungsmöglichkeiten noch sehr begrenzt sind. Das Fernsehen muss auch nicht jeden Tag laufen, vor allem bei schönem Wetter gibt es so viel zu machen! Seien Sie den Kindern ein Vorbild und suchen Sie nach Alternativen zum Medienangebot!

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Ist Fernsehen schädlich für die kindliche Entwicklung?
Das Fernsehen kann — richtig genutzt — Kindern viele Anregungen zum Weltverständnis liefern, wenn aber das Fernsehen zur Hauptaktivität eines Kindes zählt, dann hat dies sicher negative Folgen für die kindliche Entwicklung. Schließlich eignen sich Kinder ihre Umwelt in erster Linie durch Begreifen, im Spiel und durch Ausprobieren an. Sitzt ein Kind ständig vor der Flimmerkiste, bleibt wenig Zeit um aktiv und mit allen Sinnen die Welt zu erkunden.

Zudem sollten Eltern darauf achten, dass Kinder ihre TV-Erlebnisse auch verarbeiten können. Sie sollten mit ihren Kindern über Gesehenes reden, hilfreich als Gesprächsanlass sind auch Zeichnungen die Kinder zu Filmszenen anfertigen können (Aufgabenstellung kann sein: Was mir besonders gefallen/missfallen hat!) Eltern sollten ihren Kindern auch die Möglichkeit lassen ihre Erlebnisse im Rollenspiele auszuagieren, da kommt es schon mal vor, dass sich SpongeBob oder Bibi Blocksberg im Wohnzimmer verirren! Für diese Bearbeitung muss Kindern übrigens genug Zeit eingeräumt werden. Kurz vor dem Zubettgehen sollten daher keine Filme angesehen werden, die Kinder in Unruhe versetzen. Kommt es doch einmal vor, muss dem Kind genug Zeit gegeben werden, die Sendung zu verdauen!

Denken Sie daran, dass Kinder Sendeinhalte anders verstehen als Erwachsene und dass jedes Kind sein eigenes Interpretationsmuster hat. Kinder können einen Krimi nicht abtun als Fiktion, die Inhalte belasten sie mitunter tagelang. Aber auch ein Kinderfilm kann Szenen enthalten, die ein Kind verängstigt. Daher sollten Kinder beim Fernsehen durch ihre Eltern begleitet werden und Eltern sollten den individuellen Entwicklungsstand ihres Kindes bei der Auswahl der Sendungen beachten. Kindergartenkinder sollten zudem in der Regel nicht länger als eine halbe Stunde am Stück fernsehen, da ihre Aufnahmekapazitäten und Wahrnehmungsmöglichkeiten noch sehr begrenzt sind. Das Fernsehen muss auch nicht jeden Tag laufen, vor allem bei schönem Wetter gibt es so viel zu machen! Seien Sie den Kindern ein Vorbild und suchen Sie nach Alternativen zum Medienangebot!

Meine Kinder chatten, also sie machen das per Instant Messaging. Was ist das eigentlich und ist das sicher!?



Instant Messaging (kurz IM) bedeutet soviel wie "sofortige Nachrichtenübermittlung", der Name kommt tatsächlich vom Instant Kaffee, der schnell und einfach zubereitet werden kann. Jugendliche und mehr und mehr auch Kinder nutzen IM zur Kommunikation mit FreundInnen. Dabei tippen sie kurze Text-Mitteilungen in die Computertastatur und diese werden über ein Netzwerk an die EmpfängerInnen geschickt. Die "Unterhaltung" findet in der Regel zwischen zwei Beteiligten oder einer kleinen Gruppe von NutzerInnen statt, die in der benötigten Kontaktliste eingetragen sind. Am eigenen EmpfängerInnen geschickt. Die "Unterhaltung" findet in der Regel zwischen zwei Beteiligten oder einer kleinen Gruppe von NutzerInnen statt, die in der benötigten Kontaktliste eingetragen sind. Am eigenen Rechner wird eingeschaltet, ob sie für die anderen aus der Liste präsent — also online — sind oder nicht. Im Gegensatz zu einem öffentlichen Chat, in dem Kinder und Jugendliche oft mit völlig fremden Menschen "plaudern" wird IM vorwiegend genutzt, um sich mit (Schul-)FreundInnen auszutauschen und kann als Alternative zum Telefonat gesehen werden.

Und ist das sicher!?

Das Problem ist, dass die BenutzerIn-Kennungen bei den meisten Messengern über die öffentlichen Profil-Seiten ermittelt werden können. Jugendschutz.net hat festgestellt, dass es bei allen Messengern zu häufigen Kontaktversuchen von Fremden kommt und dass diese häufig jugendgefährdende Bilder und Videos in die Kinderzimmer schicken! Kinder und Jugendliche können belästigt werden, ohne dass jemand ggf. helfend einschreiten kann.

Was tun!?

Ob das Instant Messaging sicher ist, hängt sehr davon ab, welche Sicherheitseinstellungen von den Kindern und Jugendlichen vorgenommen wurden. Zu empfehlen ist die jeweils höchste

Sicherheitsstufe, denn damit ist weitestgehend gewährleistet, dass u.a. keine Nachrichten von Fremden angenommen werden können, eine Aufnahme in die Kontaktliste nur mit Erlaubnis zugelassen ist, die öffentliche Statusanzeige abgeschaltet und der Nachrichtenverlauf automatisch gespeichert wird. Kindern und Jugendlichen sollte klar gemacht werden, dass sie ihren BenutzerInname nicht an fremde Personen weitergeben sollen, weder auf dem Schulhof noch in öffentlichen Foren oder Chaträumen. Sie sollten nur FreundInnen in die Kontaktliste aufnehmen und vor allem auch nur diesen erlauben, in deren Liste eingetragen zu werden, denn letzteres ist bei manchen Messengern nicht rückgängig zu machen. Die Kinder sollen außerdem alle öffentlich einsehbare Messenger-Profile möglichst achtsam ausfüllen, d.h. nur mit einem Nickname arbeiten, keine Adressen, Telefonnummern, persönlichen Daten oder Bilder eintragen.

Weitere hilfreiche Tipps rund um die Sicherheitseinstellungen verschiedener IM-Programme findet Eltern unter: www.klicksafe.de

Wo kann ich mich mit anderen Eltern austauschen?



Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ich kann hier nur wenige nennen. In vielen Bundesländern besteht die Möglichkeit, auf kompetente ReferentInnen zurückzugreifen, die in Kindergärten oder Schulen Elternabende zu verschiedenen Medienthemen anbieten. In NRW gibt es z.B. die Initiative Eltern+Medien der Landesanstalt für Medien (LfM) die mit Hilfe von Informationsveranstaltungen auf den gestiegenen Orientierungs-, Beratungs- und Aufklärungsbedarf von Eltern reagieren.

In Niedersachsen gibt es das Angebot der Landesstelle Jugendschutz, die Eltern-Medien-TrainerInnen ausgebildet haben und diese bieten ebenfalls Elternabende an. In Zusammenarbeit mit dem Blickwechsel e.V. bietet die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) Veranstaltungen für Eltern und ErzieherInnen an. Die Themenabende drehen sich um den Medienumgang von 3—8jährigen Kindern.

Neben diesen Angeboten gibt es eine Vielzahl von Broschüren, die über die Themen Internet, Computer, Handy informieren.

Und im Internet selbst gibt es zahlreiche, wirklich hilfreiche Seiten, wie z.B. das Internetportal Internet-ABC, es bietet fundiertes Wissen und hilfreiche Tipps rund um die Medienerziehung:

www.internet-abc.de/eltern

oder eben auch die Seiten der SchauHin!-Initiative:

www.schau-hin.info

 

Interview vom 01.04.2008