CaylaAktionsraum digitales SpielzimmerConnected toys, also mit dem Internet verbundenen Spielzeuge, verknüpfen die Möglichkeiten vernetzter Technik mit herkömmlichen Spielzeugen wie Autos, Puppen und Bausteinen. Die Kombination elektronischer und klassischer Elemente, sogenannte Hybridtitel, macht einen kontinuierlich wachsenden Anteil des Umsatzes der Spielwarenindustrie aus.

Stiftung Warentest hat aktuell aufgezeigt, "Wie vernetzte Spielkameraden Kinder aushorchen" (28.08.2017). Das Thema Big Data, Datenschutz und Schutz von personenbezogenen Daten ist also längst im Kinderzimmer angekommen und fordert Eltern und pädagogische Fachkräfte heraus, sich mit der Thematik zu befassen.

Die GMK-Fachgruppe Kita hat den Aktionsraum „Das Digitale Kinderzimmer – Von der Spielware zur Spielwarnung!?“ entwickelt, der über die Risiken und interessante Möglichkeiten dieser neuen Technologien informieren will. Das „digitale Kinderzimmer“ ist ausgestattet mit digitalen Spielzeugen, die von den Besucher*innen selbst getestet werden können. Die Ausstellung will miteinander ins Gespräch bringen und aufzeigen, welche Möglichkeiten digitale Spiel- und Lernangebote bieten, auch welche Bildungspotenziale sich daraus ergeben könnten. Es soll aber auch darüber nachgedacht werden, welchen Preis wir dafür bezahlen. Datenschutz, pädagogische Intervention und Jugend(medien)schutz sind Kernfragen, die anhand der erfahrbaren Ausstellung erörtert werden.

Der Meko-Kita-Newsletter befasst sich in der Juni-Ausgabe mit dem (digitalen) Kinderzimmer: MekoKitaService Juni 2017 – Thema im Blick: Das (digitale) Kinderzimmer. Vom Wimmelbild zum Thema „Mein (digitales) Kinderzimmer“ bis hin zum Reflexionsbogen für Eltern liefert diese Ausgabe des Meko-KitaService Ideen und Anregungen, wie pädagogische Fachkräfte mit den Kindern und Eltern Ihrer Gruppe über digitale Medien und digitales Spielzeug ins Gespräch kommen, sich austauschen und über Chancen und Risiken sprechen können.

Was ist eigentlich Big Data? Dazu hat die Bundeszentrale für politische Bildung 10 Fragen und Antworten parat: Was ist Big Data? Mit 10 Fragen und Antworten erklärt (19.04.2016). Und im Artikel Smarte schöne neue Welt? – Das Internet der Dinge (09.12.2016) führt aus, was es bedeutet, wenn Alltagsgegenstände mit dem Internet verknüpft werden.

KBoMDie Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und die Initiative "Keine Bildung ohne Medien!" (KBoM) hat ein medienpädagogisches Diskussionspapier zu Big Data und Data Analytics entwickelt, um die Diskussion über einen sozialen und demokratisch verantwortungsvollen Umgang mit der fortschreitenden "Datafizierung"“ der Gesellschaft zu befördern.

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) hat im Juni 2016 die Stellungnahme DIGITALE MEDIEN – AMBIVALENTE
ENTWICKLUNGEN UND NEUE HERAUSFORDERUNGEN IN DER KINDER- UND JUGENDHILFE vorgelegt und will damit einen Beitrag für eine intensive fachliche Auseinandersetzung zum Umgang mit der Entwicklung digitaler Medien leisten - ebenso wie die Digital kompakt-Ausgabe "Kleine Daten, große Wirkung — Big Data auf den Punkt gebracht" der Landesanstalt für Medien in NRW.

Die Initiative schau-hin.info hat dazu Tipps und Hilfestellungen zusammengestellt: "Spionin Cayla": Auf Datenschutz bei digitalem Spielzeug achten.

Kinderrechte digitalAuf kinderrechte.digital sind Hintergrundinformationen zu Kinderrechten in der Digitalen Welt zu finden, anhand von regelmäßigen Blogbeiträgen - z.B. Die Welt verändert sich - Über das Aufwachsen in der digitalen Welt - können sich Interessierte über die aktuellen Entwicklungen in diesem Themenfeld auf dem Laufenden halten.

Die Bundeszentrale für politische Bildung bpb hat ein Dossier zum Thema Datenschutz zusammengestellt sowie mit dem jfc Medienzentrum Köln und dem "SIN - Studio im Netz" München Materialien und Methoden für die Jugendarbeit entwickelt. Außerdem lässt die bpb derzeit auch Methoden und Materialien speziell für jüngere Kinder erstellen, diese sind hier zu finden: www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/medienpaedagogik/239779/big-data-fuer-kinder-erklaert

software takes commandDer Band 53 der GMK-Schriften zur Medienpädagogik "Software takes command" (Sabine Eder/Claudia Mikat/Angela Tillmann 2017) beginnt mit theoretischen Perspektiven auf die Datafizierung, ihren Folgen für die Entscheidungs- und Handlungsfreiheit von Menschen und möglichen Konsequenzen für Medienpädagogik und -bildung. Im Anschluss werden konkrete medienpädagogische Methoden vorgestellt, die helfen, die Abstraktheit, Unsichtbarkeit und Komplexität der Datensammlung und -verarbeitung in Anschaulichkeit zu übersetzen.